Stefan Rühlmann

Bücher und Zeichnungen

Meine Romane

 

Sehr oft werde ich bei Lesungen gefragt, wie ich zum Schreiben gekommen bin. An der Stelle könnte ich eigentlich auf meinen Seefahrer-Blog verweisen, aber ich möchte Sie nicht suchen lassen.

In den Jahren 1990 - 1993 war ich Auszubildender zum Schiffsmechaniker. In dieser Zeit bin ich einmal acht Monate, ein zweites Mal neun Monate am Stück in der Welt unterwegs gewesen. Seinerzeit gab es keine Computer im heutigen Sinne, keine Smartphones, keine Playstation und was es heutzutage sonst noch so gibt. Das Einzige, mit dem wir uns nach Wache (so etwas wie Feierabend) auf See unterhalten konnten, war ein Koffer voller Videobänder. Tja, und wie das so ist, so ein Koffer ist nach einigen Wochen nicht mehr wirklich interessant.

So begann ich das erste Mal eine Geschichte zu schreiben, die in den Anfängen ähnlich wie "Weil die Zeit sich berühren will" war. Ich hatte die Geschichte auf 80 Seiten kariertes DIN A 4 Papier geschrieben, jede Zeile und jedes Kästchen ausnutzend. Also verdammt klein, da man sich auf See logischerweise "nicht mal eben so" einen neuen Block Papier kaufen konnte.

Jedenfalls hatte sich das auf dem Schiff herumgesprochen und jeden Abend kamen ein oder zwei Leute und wollten sich die neuesten Seiten durchlesen. Wie gesagt, die Videokassetten waren mehr als einmal angeschaut...

Irgendwann nachts im Indischen Ozean hatte ich mir zwei Bier genommen, mich in die Festmacherleinen gelegt und im Schein der Hecklaterne alle 80 Seiten noch einmal durchgelesen ... und aus jedem gelesenen Blatt Papier einen Flieger gebaut, der ganz sicher im Ozean versunken ist.

Unser Handelsschiff war eben kein Flugzeugträger ...


Aber eines möchte ich hier noch unbedingt tun - Meine Lektorin vorstellen:

www.lektorat-weirauch.de


Sollte jemand einmal eine kompetente Lektorin an seiner Seite benötigen ... ich bin immer höchstens zufrieden ... ;-)